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2021-04-02

April-Brief 2021 - Tod und Auferstehung

Ostern… Es ist wunderschön, das Wiedererwachen der Natur zu feiern… den Tisch zu schmücken… mit den Kindern Ostereier zu suchen… sich an Frühlingsblumen zu erfreuen… Und doch ist dieses Jahr so anders, und vielleicht verlangt es auch Dich, in die Tiefe zu gehen. 

Im Januar ist mein Vater unerwartet verstorben. Seine Wahlheimat seit seinem Ruhestand war Kroatien… Mit einer leichten Kopfverletzung wurde er ins Krankenhaus in Split eingeliefert und zur Beobachtung über Nacht behalten. Niemand durfte rein. Er bekam Panikattacken, und letztlich blieb sein Herz stehen. Einige Tage später wurde die Urne ausgehändigt. Aufgrund des Lockdowns gab es kein Abschied nehmen am Sarg und keine Trauerfeier. Und gestern erfuhr ich, dass seine Frau die Beerdigung in Kroatien bereits am Ostermontag stattfinden lässt, statt wie vereinbart im Sommer… Somit also ohne mich. 

So kann es laufen… Vielleicht geht es Dir mit irgendwas ganz ähnlich: Es ist kein Leichtes, die Mitte zu halten… und damit tauche ich in den Karfreitag ein…

Früher mokierte ich mich darüber, warum man das Leiden aufrecht erhält mit diesen alljährlichen düsteren Kreuzweg-Geschichten, der Passion, statt einfach nur die Auferstehung zu feiern. Und weil es mir an Wissen fehlte, habe ich mich damit beschäftigt. Was genau ist denn eigentlich geschehen? Außer, dass - nach typisch weltlicher Manier - ein Freundlicher von Unfreundlichen kaputtgemacht wurde? Und ich verstand Folgendes:

Bis zur Ankunft des Jesus Christus galt der Alte Bund zwischen Gott und den Menschen, das Alte Testament, auch Gesetz genannt - jenes Regelwerk für ein gottgefälliges Leben. Doch die Menschheit drohte sich in ihren Verstrickungen zu verlieren. Da sandte Gott seinen Sohn. Und mit ihm kam ein Neuer Bund: Jesus nahm mit seinem Leiden alle Schuld (entstanden aus Irrungen und Verfehlungen) auf sich, um die Menschen zu befreien - und brachte der Welt die bedingungslose Liebe.

Die Propheten hatten sein Kommen angekündigt:

Und ich werde euch ein neues Herz geben und euch einen neuen Geist schenken. 
Ich werde das Herz aus Stein aus eurem Körper nehmen und euch ein Herz aus Fleisch geben.

(Hesekiel 36,26)

Bemerkenswert ist auch die Kreuzigungs-Beschreibung bei Lukas (23,45): “Die Sonne hatte sich verfinstert. Plötzlich zerriss der Vorhang im Tempel.” Dieser Vorhang trennte im alten Jerusalemer Tempel das Heiligste (wie die Bundeslade) vom Profanen (dem Irdischen). Von nun an stand die direkte Verbindung zu Gott offen, die vormals nur dem führenden Hohepriester vorbehalten war!

Dieser bedeutendste Tod der Geschichte mündete nach drei Tagen in der Auferstehung. Und ebenso lange währt auch die Totenruhe… Drei Tage soll man den Verstorbenen in Frieden lassen… Drei Tage dauert es, bis sich die Seelenkräfte aus den Organen zurückgezogen haben… Und dann erstehen wir auf, werden neu:

Deshalb sehnen wir uns danach, diesen vergänglichen Körper zu verlassen,
und freuen uns auf den Tag, an dem wir unseren himmlischen Körper
anziehen dürfen wie ein neues Gewand.

(2. Korinther 5,2)

Dies ist das große Ostergeschenk: Das Versprechen der Auferstehung und des Ewigen Lebens. Vielleicht magst Du ja auf YouTube Interviews zu Nahtod-Erlebnissen anschauen… Oder ein Buch dazu lesen, wie:

- Dr. med, Eben Alexander - Blick in die Ewigkeit
- Mary C. Neal - Einmal Himmel und zurück
- Dr. Elisabeth Kübler-Ross - Über den Tod und das Leben danach
- Anita Moorjani - Heilung im Licht

Es tut gut und hilft, frei zu werden aus der Dauersorge um das irdische Dasein, statt in Angst und Rückzug zu versinken. Monika Gruber zitierte neulich sehr treffend ihre Oma mit den Worten: “Man kann sich auch zu Tode fürchten!”

Zurück zur Beerdigung meines Vaters… Was lehrt mich die Situation, wie gehe ich damit um? Ich kann mich entscheiden, welche Haltung ich einnehme. Und ich entscheide mich für Dankbarkeit, dass ich zur entsprechenden Uhrzeit geistig dabei sein kann… und dafür, mich nicht zu verlieren, im Kampf um Gerechtigkeit in dieser Welt - und überlasse die Gerechtigkeit dem Höheren. 

Du Mensch, warum giltst du dir so wenig,
da du doch für Gott so kostbar bist?
Gott ehrt dich so hoch; warum entehrst du dich so sehr?

Warum suchst du nach dem, woraus du geschaffen bist
und nicht nach dem, wofür du gemacht wurdest?
 
(Bischof von Ravenna, Kirchenlehrer, 380 - 451 n.Chr.)

…Geschaffen aus sterblich Irdischem, gemacht für die Auferstehung zum Ewigen Leben!

FROHE OSTERN 🌞

und Grüße von Herzen

Karin 💛

© Copyright 2021 – Der Text ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich der Übernahme, Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung, bleiben vorbehalten. Das Weiterleiten des ungekürzten und unveränderten Textes ist unter Angabe der Quelle erlaubt. Karin Probst, Pliening, 2.4.2021

Admin - 07:36:04 | Kommentar hinzufügen

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